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AnfallsKalender |
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Vagusnerv- Stimmulation |
Pädagogische Aspekte |
Epilepsie ist eine organische Erkrankung des Gehirns. Ein epileptischer Anfall ist eine vorrübergehende Funktionsstörung des Gehirns, hervorgerufen durch Spontanentladungen größerer Hirnzellverbände. Vorangegangen ist eine Steigerung der Erregung von Nervenzellverbänden und / oder eine Herabsetzung von Bremsfunktionen bestimmter Überträgerstoffe im Gehirn. Ein oft gebrauchtes Bild zum Erklären des Geschehens ist "das Gewitter im Kopf"( Quelle:Epilepsie - Aspekte 3)
Die häufigste Ursache
der kindlichen Epilepsie ist eine Hirnschädigung während der
Schwangerschaft oder Geburt oder eine Hirnentzündung (somatische Epilepsie).
Bei sehr vielen Kindern
kann aber keine Ursache festgestellt werden (idiopathische Epilepsie).
Epilepsien werden
nicht vererbt! Lediglich vererbt werden kann eine Veranlagung,
unter bestimmten Bedingungen mit einer Epilepsie zu reagieren. (Quelle:
Epilepsie - Aspekte 3)
In einer Familie ist
das Auftreten von Epilepsie in den meisten Fällen eine einmalige Erkrankung,
die bei den Eltern und in der näheren Verwandtschaft nicht vorausgegangen
ist und sich in der folgenden Generation auch nicht wiederholt. Das
Risiko für ein
Kind, irgendwann in seinem Leben an irgendeiner Form von Epilepsie zu erkranken,
liegt in der Gesamtbevölkerung bei etwa 1 %. Bei einer Epilepsie eines
Elternteils liegt es bei etwa 10 % - das ist zwar deutlich höher,
aber dennoch sehr niedrig. Für Familien, in denen häufiger Epilepsien
aufgetreten sind, liegt das Risiko bei etwa 25 - 30 % - hier wäre
dann zu empfehlen, eine humangenetische Beratungsstelle auf zu suchen.
(Quelle: Anfälle
im Kindesalter, Helmut Volkers, Gustav Fischer Verlag)
Epileptische Anfälle können in jedem Lebensalter beginnen, unter bestimmten Voraussetzungen bereits unmittelbar nach der Geburt. Bei 3/4 aller Epilepsiekranken setzen die ersten epileptischen Anfälle vor dem 20. Lebensjahr ein und hier wieder besonders häufig in den ersten 3 Lebensjahren und in der Pubertät.
Das Erkrankungsalter
erlaubt jedoch keine sicheren Rückschlüsse auf die Ursache der
Epilepsie, ihren weiteren Verlauf oder ihre Heilungschancen.
Das Auftreten eines
einzelnen epileptischen Anfalls bedeutet nicht gleich den Beginn einer
Epilepsie! Von einer Epilepsie spricht man, wenn sich immer wieder Anfälle
ereignen, ohne daß für einen einzelnen Anfall ein unmittelbarer
Auslöser erkennbar ist. Dies bedeutet u.a. daß es sich bei einer
Epilepsie immer um eine chronische (länger andauernde) Erkrankung
handelt. (sie muß aber nicht ein ganzes Leben andauern). (Quelle:
Unser Kind hat Anfälle - Epilepsiezentrum Kork)
Mit Geisteskrankheit hat
Epilepsie nichts zu tun!
Die meisten epilepsiekranken
Kinder sind sowohl psychisch wie auch physisch gesund - sowohl hinsichtlich
ihrer Intelligenz als auch ihres Verhaltens. Epilepsie bedeutet nicht gleich
Behinderung! Es treten in der Öffentlichkeit sicherlich eher Kinder mit
einer Behinderung und einer Epilepsieerkrankung in Erscheinung, als an Epilepsie
erkrankte Kinder ohne Behinderung. Dies führt fälschlicherweise wohl
bei dem Einen oder Anderen zu der Annahme Behinderung und Epilepsie gehören
zusammen.
Aber, da man einem Kind die Krankheit
Epilepsie nicht ansehen kann, wie sollten dann diese Kinder in Erscheinung treten?
Ein Kind oder Jugendlicher mit einer Epilepsie Erkrankung, das/der seine Krankheit
mit oder sogar ohne Medikamente relativ gut oder sogar sehr gut kontrollieren
kann, das/der lebt sein Leben wie jedes andere Kind/Jugendlicher auch - geht
in die Kinderkrippe, den Kindergarten, spielt, schwimmt, treibt Sport, besucht
die Schule, studiert an der Universität.....Es wird außer in den
Anfallssituationen nicht außergewöhnlich in Erscheinung treten. Ich
weiß wovon ich da rede, denn ich war als Kind selbst an Epilepsie erkrankt,
wobei nie geklärt werden konnte, um welche Anfallsform es sich gehandelt
hat, noch wurde medikamentös behandelt. Die Anfälle hörten mit
Beginn der Pupertät auf.
(Quelle: Elke D.C.)
Egal
um welche Form eines Anfalls es sich handelt, muss jedoch daraufhin gewiesen
werden, dass die größte Gefahrenquelle im Bereich des Wassers liegt.
Die meisten Unfälle mit schwerem Ausgang finden in Zusammenhang mit einem
Krampfanfall im Wasser statt - egal ob Badewanne oder Schwimmbad, bitte lassen
sie ihr Kind nicht unbeaufsichtigt! Schon ein sogenanntes "Sitzbad"
kann zur tödlichen Falle werden, wenn ihr Kind einen Anfall erleidet und
keine Kontrolle mehr über seinen Körper hat.
Natürliche Gewässer (Meer, Badesee) stellen durch die Strömmungen
die größte Gefahrenquelle dar und sollten auf jedenfall gemieden
werden.